Home

Erste Pause

Am Ziel

Unterwegs...

Aliens

Köbis Berich


Reisebericht Herbstausfahrt 24./ 25. September 2005

Am Samstagmorgen treffen wir, das sind Ruedi Strehler und ich, unsere Schaffhauser Freunde in Weinfelden beim ehemaligen Käsekeller.
Beim abfahren bin ich, in Effretikon bei Sonnenschein startend, in Winterthur in eine dicke Nebelsuppe eingetaucht welche uns bis fast ins Rheintal nicht mehr verlässt.

Bei der Raststätte St-Margrethen werden die Töffs nochmals aufgetankt. Ich glaube wenn man den Mostpreis auf unserer Autobahn mit den Preisen in Austria vergleicht, haben wir hier in der Schweiz mehr bezahlt !!!

Also nochmals auf die Autobahn bis Feldkirch, durch die Stadt hindurch und auf kleinen Nebenstrassen, jetzt bei strahlendem Sonnenschein, weiter Richtung Bludenz. Dort zweigt eine Strasse rechts weg ins Brandnertal hinein. Über eine schön ausgebaute Strasse schwingen wir uns bis ins Dorf Brand hinauf zum verdienten Kaffe- und Kuchenhalt.

Nach der Stärkung fahren wir hinunter nach Bludenz und weiter ins Montafon. Oh Schreck, stehende Autokolonne, ein paar Augenblicke zum Überlegen, dann ziehen wir auf der linken Seite an den etwas frustriert wirkenden Autofahrern vorbei.

In Partenen wird die obligate Maut für die private Silvretta Alpenstrasse bezahlt. Voller Vorfreude auf die kommende Kurvenorgie heben wir die Gasschieber an, aber pfui Teufel: Die Geschwindigkeit ist auf 60 kmh beschränkt. Aber es ist gar nicht sooo tragisch. Es hat viele enge Kurven und Kehren und sogar die 2 Polizisten welche wir einholen fahren demonstrativ auf das Bankett hinaus um uns das Überholen ohne schlechtes Gewissen zu erleichtern. (Einmal ein Bravo auf die Austria-Polizei)

Oben auf der Bielerhöhe machen wir eine kurze Rast und dann stechen wir ins Paznauntal hinab. Was uns dort erwartet haben wir uns allerdings in unseren düstersten Träumen nicht vorgestellt. Ich meine fast 80% der Strasse wurde beim grossen Unwetter zerstört. Überall liegen Schuttberge. Zerstörte Brücken und schiefe Häuser geben eindrücklich Zeugnis von der gewaltigen Zerstörungskraft des Wassers. Im ganzen Tal wird fieberhaft am Wiederaufbau respektive der profisorischen Instandstellung der Strasse gearbeitet. Ich denke vor allem im Hinblick auf die kommende Wintersaison sollte das Tal natürlich wieder für den Tourismus passierbar sein.

Wegen der vielen Baustellen und weil da natürlich unser Geri ab und zu einen Abstecher machen muss, um einen Bagger etwas genauer anzuschauen, brauchen wir bis Landeck viel länger als geplant. Deshalb beschliessen wir auf den Abstecher ins Kaunertal zu verzichten und genehmigen uns dafür in Landeck ein ausgiebiges Mittagessen.

Weiter geht es ein kurzes Stück Richtung Unterengadin und dann links weg hinauf nach Piller und weiter bis nach Imst hinunter. Unterwegs habe ich das Gefühl als ob ich hinten einen Plattfuss hätte und der Töff fühlt sich auch irgenwie schwammig an. Beim Halt an der Tankstelle in Imst schaue ich mir das Hinterrad an, kann aber keinen Fehler entdecken. Als ich mich umschaue bemerke ich das die anderen wohl das gleiche Problem haben. Da wir keine Mängel an unseren Mopeds feststellen können muss das Problem wohl an der Strasse gelegen haben.

Mit wieder vollen Tanks führt uns die Strasse durch Imst hinauf und dann auf das Hahntennjoch. Ohne Halt fahren wir ins Lechtal hinunter und biegen in Stanzach sofort wieder rechts ins Namloser Tal ab. In Namlos (Ich weiss leider nicht wie der Ort heisst !? ) nach einer wunderbaren kurvigen Strecke welche unser Präsi als Vorfahrer in gewohnt flockiger Manier durcheilt, halten wir nochmals an um .....ja was den, natürlich für Kaffe und Kuchen.

Obwohl es schon relativ spät ist entschliessen wir uns für die landschaftlich reizvollere Strecke über Reute und dann am Plansee entlang über den Kreuzpass nach Garmisch zu fahren. Dank den Ortskentnissen von Walter finden wir unser Hotel schnell und können dort sofort Zimmerbezug machen.

Nach der Dusche treffen wir uns zum Apero-Bier im Hotelgarten, es wird aber schnell kühl und deshalb brechen wir bald auf um unseren reservierten Tisch in einem Restaurant in der Innenstadt zu entern.

Leider, leider, ist die von Walter versprochene „Hoxn“ nicht erhältlich, sie ist gerade ausgegangen. Es ist aber nicht so sehr schlimm, unser Bayrischer-Berliner-Kellner kann noch mit anderen feinen Sachen wie Bauernschmaus, Schlachtplatte mit Sauerkraut und Blutwurst, Spätzleteller etc. aufwarten. Denn nächtlichen Spaziergang zurück ins Hotel brauchen wohl alle um die Region oberhalb des Gürtels wieder einigermassen ins Lot zu bringen.

Während die einen direkt das Bett stürmen brauchen der Autor und noch ein paar andere (ich glaube es sind immer dieselben) noch einen Schlummertrunk aus dem Selbstbedienungsweinlager im Hotel. Abgerechnet wird am Morgen.

Wie der Abend endete so beginnt der Sonntagmorgen. Das Frühstücksbuffet ist vom feinsten. Über Rührei mit Speck und Würstchen, Salami, die übliche Konfitüre, Früchte und Gemüse ist alles zu finden und es wird schon wieder reichlich gefuttert. Erst um halb Zehn Uhr treffen wir uns vor dem Hotel zu einem Gruppenfoto und dann heisst es von Doris und Walter Abschied zu nehmen. Die beiden haben nämlich noch eine Woche Ferien und fahren von hier aus direkt in Südtirol.

Wir schwingen unsere wohlgenährten Luxuskörper ebenfalls in die Sättel und nehmen ein Stück weit wieder denselben Rückweg über den Kreuzpass Richtung Reute unter die Räder. Am schönen und spiegelglatten Plansee machen wir eine kurze Rast.

Weiter geht’s über Reute wieder ins Lechtal, in Weissenbach rechts weg über den Oberjochpass nach Sonthofen hinunter. Darüber gibt’s nichts zu erzählen weil: Sonthofen gleich Stau.

Weiter über den Riedberg-Pass, der zur Abwechslung auf 40 kmh beschränkt ist, bis Balderschwang zum Restaurant Biker-Stadl wo einige bereits schon wieder Futter brauchen.

Wir fahren weiter über Hittisau, Bezau, Damüls hinauf zum Furkajoch. Auch hier sind überall wieder die Spuren des Unwetters zu sehen. Auf dem Furkajoch einen kurzen Halt, dann durchs Laternser Tal hinunter nach Rankweil. Dort die (für mich) übliche Suche nach der richtigen Strasse in die Schweiz.

Wir wollen über Oberriet nach Eichberg und Appenzell fahren. Oberhalb Eichberg kehren wir nochmals ein und dann verabschieden Ruedi und ich uns von den anderen.

Ich bin noch zu einem Nachtessen eingeladen und sollte zur Zeit zu Hause sein.


 
  Bericht von Köbi Epprecht  

zurück zur Übersicht MRT-aktiv