Die MRT Pässetour (2005)

Reisebericht Pässetour 2005

Samstag 16. Juli


Wir treffen uns 08.45 Uhr bei der Raststätte in Kempthal. Unsere Winterthurer fehlen. Etwas später trudeln Sie ebenfalls ein. Ruedi erzählt uns dass soeben ein gewaltiges Gewitter über die Stadt niedergegangen ist und sie desshalb an einem geschützten Ort unterstehen mussten.

Dann geht’s los. Wir fahren über Hombrechtikon nach Rapperswil, über den Damm und schon schwingen wir uns zum Etzel hinauf. Die schmale Strasse ist so richtig zum Einstimmen geeignet. Bevor wir auf der linken Seite am Sihlsee entlang ziehen gibt es noch eine Zugabe in Form einer löchrigen Schotterstrecke.

Weiter geht es hinauf zur Ibergeregg wo der erste Pipihalthalt angesagt ist. Ich korrigire noch schnell per Handy die reservierten Zimmer weil Hélène leider ja nicht mitkommen kann. Das Wetter scheint es gnädig mit uns zu meinen und die Aussicht gegen Schwyz hinunter ist gut.

Um die Handgelenke von Roger etwas zu schonen nehme ich die Umfahrung und dann schleichen wir auf der Axenstrasse Richtung Flüelen und Altdorf. In Silenen ist es dann so weit, der Regen beginnt ganz leise und wird Blitzartig zum Sturzbach. Linker Hand sichte ich ein Restaurant. Da es gegen halb Zwölf geht schwenke ich sofort ab und wir bringen uns in Sicherheit, respektive ins trockene.

Nach dem Essen beginnt die Strasse schon wieder zum trocknen und gegen das Urserental hinauf können wir bereits einen hellblauen Streifen am Himmel entdecken. Also nichts wie los und schon läuft uns die Sonne in Strömen in die Stiefel hinein. Ich sehe nur den blauen Streifen am Himmel und nichts kann mich zum Anhalten bewegen.

Aber etwas weiter hinten spricht die Frau Präsidentin ein Machtwort und so wird unser Trupp etwas auseinandergerissen. Auf dem Oberalp, wo es bereits wieder ganz trockene Strasse gibt, halten wir dann an und nach und nach ist unser Haufen wieder komplett.

Wir stechen nach Dissentis hinunter und sofort wieder zum Lukmanier hinauf. Auf der Tessinerseite müssen wir in Aqua Rossa eine Tankstelle anfahren weil die Tankanzeige der Tuono schon ganz Aufgeregt blinkt. Gottseidank hat es ein Dach über den Zapfsäulen, ein gewaltiger Wolkenbruch entlädt sich genau über uns. Nach kurzem Warten können wir wieder weiter, das war dann Endgültig der letzte Regen auf unserer Tour.

Bei Biasca fahren wir auf die Autobahn auf um etwas vorwärts zu kommen, wir haben ja noch einige Kilometer vor uns. Nach Bellinzona reihen wir uns mehr oder weniger gesittet in den Ferienverkehr ein der in Richtung Locarno ziemlich dicht ist. In Magadino schwenken wir links ab, ein Paar Kilometer dem See entlang und in Vira stechen wir zur Alpe di Neggia hinauf.
„Dass habe ich jetzt aber gebraucht“
sagt Rolli oben auf der Passhöhe zu mir, wo wir bei herrlicher Aussicht über die Magadinoebene, bei Kaffee und Kuchen eine Pause einlegen. Was er wohl damit meint ?

Langsam wird es Zeit für uns und wir stechen zum Lago Maggiore hinunter. Beim Grenzübergang haben die Zöllner einen Anfall von Arbeitswut, alle Pässe müssen hervorgeklaubt und vorgewiesen werden. Wobei Sonjas Pass ganz speziell das Interesse weckt. Es wird heftig diskutiert und gestikuliert aber dann ist alles in Butter.

Wir fahren nicht lange dem See entlang sondern schwenken wieder ab und hinauf geht es nach Dumenza und wieder über die Grenze in die Schweiz. Weil es schon gegen halb Sechs Uhr geht mache ich keine weiteren Bögen mehr sondern wir fahren direkt nach Lugano wo wir im Hotel Zurigo Zimmerbezug machen.

Zum Nachtessen habe ich im Restaurant Sayonara Plätze reserviert. Das Essen ist sehr gut, nur leider ist es unter den riesigen, aufgespannten Sonnenschirmen beinahe unerträglich heiss.

Mona und Stephan verbringen Ihre Ferien in Magadino und Stephan kommt zum Essen ebenfalls nach Lugano. Da er sich nicht mehr so richtig erinnern kann wo sich das Restaurant befindet muss er per Handy eingewiesen werden.

Nach dem Essen zieht es uns zum See hinunter. Weil zufällig gerade ein Fest stattfindet ist die Seepromenade Autofrei und wir schlendern mitten auf der Strasse dahin und lassen uns vom leichten Wind etwas auskühlen.

Nach einem Schlummerdrink verzieht sich der eine und die andere zur verdienten Bettruhe.


Sonntag 17. Juli

Fast pünktlich wie abgemacht fahren wir los, nur Mario hat, glaube ich, etwas Mühe seine Sonja aus den Federn zu bekommen, also lässt er ausrichten wir sollen schon ohne Ihn losfahren.

Bis zum Monte Ceneri machen wir einen kurzen Sprint auf der Autobahn, dann über den Pass und gegen Bellinzona hinunter kommt von hinten ein Italo auf einer Duc. Da ist natürlich Roger sofort dabei, aber leicht frustriert lässt er die Gasschieber wieder sinken. Der Ducpilot macht nicht so recht mit.

Wir fahren auf derselben Strecke wie gestern Richtung Magadino, zweigen aber diesmal rechts ab nach Locarno. Wir wollen dem See entlang nach Canobbio und dann das Valle Canobbio hinauf Richtung Domodossola und über den Simplon ins Wallis hinunter. Vor der Italienischen Grenze wird nochmals aufgetankt und kurze Zeit später gibt es für die einen eine kleine Zwangspause.

Die Tessiner sollten halt endlich einmal Ihre Zapfsäulen etwas klarer beschriften.

In Brig machen wir Mittagsrast im Hotel ( ) wo wir hervorragend bewirtet werden. Unser nächster Halt ist auf dem Nufenen. Dort stösst auch Mario mit Sonja wieder zu uns und wieder vollzählig kurven wir nach Airolo hinunter.

Ich will eigentlich von dort aus die alte Passtrasse zum Gotthard hinauffahren. Das glückt mir aber nur in der unteren Hälfte, irgenwo unterwegs erwischt ich die Auffahrt zur neuen Strasse. Tremola ade.

Auf dem Pass angekommen staune ich nicht schlecht, ist doch unser Präsi bereits vor uns allen da. Der muss geflogen sein. !

Weiter geht es nach Hospental, Andermatt und dann in Göschenen auf die Autobahn bis Schattdorf. Bei einem Tankhalt trennen wir uns. Die einen haben noch Lust den Klausen zu packen und die anderen ziehen es vor direkt nach Hause zu fahren.

Bei der Auffahrt zum Pass kommen wir an zwei oder drei Polizeikontrollen vorbei ohne irgendwelche Probleme zu haben. Da sieht man doch wieder einmal was wir doch für Anständige und Vernünftige Töffahrer sind.

Durchs Glarnerland hinaus (schon wieder eine Polizeikontrolle heil überstanden) tuckern wir Richtung Walensee und dann wieder auf die Autobahn und nach Hause....


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