Roger, Isabel, Kurt
und Ich ( Rita ) begaben uns auf eine nicht alltägliche Reise in das
nordafrikanische Land Tunesien. Und so begann unsere Reise..........Die Mopeds
(KTM 200 2Takt, KTM 400 und Suzuki DR
350 ) hatten wir auf den Anhänger geladen (Warmduscher). Mit dem Nissan von
Roger fuhren wir um 1 Uhr in der Früh Richtung Genua ab, um dort die Fähre nach
Tunis zu erreichen.
Kaum an Bord ging es
los mit der ausfüllerei verschiedener
Zollformalitäten, diese dauerten ca. 3 Stunden.. Nach 25 Stunden auf hoher See
lief die Fähre in Tunis ein. Nach gut einer Stunde im Hafengelände (Zoll)
fuhren wir bei schönem und warmem Wetter nach Dougga weiter, wo wir
übernachteten. Dougga ist die grösste und besterhaltenste Römerstadt Tunesiens.
Am
nächsten Morgen brachen wir auf um
unsere Reise nach Gafsa fortzusetzen. Gafsa ist eine eindrucksvolle Gegend mit
kilometerlangen Oasengärten voller Olivenhainen. Wir fanden ein Hotel mit einem
grossen Innenhof, wo wir den Anhänger stehen lassen konnten. Nun gings erst
richtig Los. Mit den Motorrädern und dem Begleitfahrzeug ging es Richtung
Nefta. Zuerst kamen wir nach Tozeur, man nennt es auch „Tor zur Wüste“ Unsere
erste Offroadetappe führte uns durch eine Menschenleere Steppenwüste zu einer „Star Wars“
Filmkulisse, die ohne GPS nicht zu Erreichen gewesen wäre.
Die
grossen Dünen liessen unsere Herzen
höherschlagen, denn es gibt nichts schöneres als sich auf ihnen auszutoben! Wir
kamen schliesslich in Nefta an. Mit Sack und Pack ging es am nächsten Tag
weiter durch die Palmenoase, in der wir
uns unfreiwillig 3 Std. verweilten.
..
Danach fuhren wir schliesslich weiter durch
den Chott el Cherid (grösster Salzsee Tunesiens). Da es erst kürzlich
geregnet hat, erwies sich die
Durchfahrt schwieriger als erwartet. Isabels erster Bodenkontakt mit
Salzsandschlamm.. Nach einigen Versuchen fuhren wir weiter und hatten wieder
festen Boden unter den Rädern. Da wir inzwischen spät dran waren, beschlossen
wir unsere 2 Häuser mitten in der Wüste (somewhere of nowhere) aufzustellen
Besonders empfehlenswert für gestresste
Stadtmenschen. Am morgen früh brachen wir die Zelte ab und fuhren nach Douz
weiter. Hier beginnt die Sahara, es ist eine echte Bilderbuchoase. Wir blieben
zwei Tage und die Bikers konnten wieder „Sändele“.
Roger und Kurt trennten sich von uns Frauen,
denn Sie wollten quer durch die Wüste nach Ksar Ghilane. Wir wiederum begnügten uns mit der Piste die ab und zu
als solche nicht mehr zu erkennen war .Für uns war es ein echtes Abendteuer, da
Roger beide Kompasse hatte .Mit einer Stunde Differenz kamen wir in der Oase
an. Die Oase besitzt eine 30° warme Quelle die zum Baden einlädt. Weil wir hier
mitten in der Wüste sind ist der Treibstoff
3 Mal teurer alsim restlichen Land. Er wird mit Kanister eingefüllt.
..
Nach zwei Tagen
fuhren wir auf der Piste weiter ins Matmata Gebirge. Das Bergland ist berühmt
für seine Höhlenwohnungen,
Terassenfelder und Oelmühlen. Wir machten einen Abstecher ins Berberdorf
Toujane, wo wir uns beschlossen in einem Höhlenhotel zu übernachten. Es ist ein
für seine Berberteppiche bekanntes Dorf. Wir fuhren weiter nach Kebili.
Zwischen Toujane und Kebili gibt es eine verlassene Stadt die wir aufsuchten..
Achtung, nur für sehr geländegängige Mopeds geeignet! R1,
Aprilia etc. Untauglich!
In Kebili angelangt übernachteten wir in
einer zum Hotel umgebauten Militärkaserne .Wieder in Gafsa angelangt kamen die Mopeds auf den Anhänger. Danach
ging es über Kairoan nach Tunis auf die Fähre nach Hause. Und wieder sind die
Ferien zu Ende.......Zum Glück ohne Pannen und Unfall. Grüsse von den vier
Wüstenfüchsen.