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Bericht:

Superbike WM Lauf Imola 2001

von Craig Schmied

Als ich mich entschied mit dem MRT nach Imola an die Superbike / Supersport WM Läufe mit zu gehen dachte ich "hmmm..... das könnte interessant werden". Walter und Köbi fuhren schon am Morgen los, um noch über ein Paar Pässe zu heizen. Manf und Thomi sollten wir an der Raststätte Bellinzona-Nord Treffen, aber da wir vom Verkehr aufgehalten wurden, verabredeten wir uns in Lugano.
Roger, Karin, Geri und ich trafen uns am Freitag abend vor dem ZAK und fuhren von da aus auf direktem Weg nach Lugano. In Lugano angekommen gab es einen ausgiebigen Z'Nacht, und nach ein Paar Schlummi's gingen wir zufrieden ins Bett.

Pünktlich am nächsten Morgen ging die Reise weiter, das "Team Bridgestone Yamaha" hatte sich, glaube ich, schon sehnlichst auf diesen Teil gefreut. Weil die Beiden "R1-Dompteure" ihren Raubtieren endlich wieder einmal ein bisschen Auslauf gönnen wollten. Etliche amüsante Situationen gab es an den Tank-. und Zahlstellen. Ich sage nur "eine geisterfahrende blau-weisse FZR 1000 wurde mehrmals gesehen!" Nach mehreren haarsträubenden Verfolgungsjagden der beiden R1-Piloten mit ihren italienischen Kontrahenden ( die sich aber schnell geschlagen geben mussten) kam Imola immer näher und der MRT konzentrierte sich wieder auf das Wesentliche.

Als wir ankamen verstauten wir unsere Feuerstühle bei einer netten italienischen Familie, lösten unsere Tickets und stürzten ins Motodrom, gerade rechtzeitig um den Anfang des Mittagstrainings zu bewundern. Walter war ab diesen Zeitpunkt fast nicht mehr ansprechbar, man hörte nur noch: "uuuuh...! hast du Troy gesehen!" und "die Aprilias sind aber besonders schnell Heute!" dies wurden aber meistens nur mit "Ja Ja....." von uns erwidert.



Nachdem wir fast den ganzen Mittag in der Rivaza Kurve verbracht hatten, machten wir einen kleinen Spaziergang und trafen schon die ersten "Schaffhuuser!" Vogi der mit ein paar Kollegen auch die spannenden Rennläufen anschauen wollte. Wir blieben bis zum Schluss des Trainings und machten uns dann auf den Weg ins Hotel. Duschen und ab zum Futtertrog hiess es jetzt, da wir ein gemütliches "Ristorante" nur ein Paar Hundertmeter vom Hotel weg erspäht hatten, ging es in "einer Kolonne" (dem italienischen Verkehr zufolge) dorthin. Salate, Pizza's, Grilladen und Dessert, heisse Gespräche über das heute erlebte, begleitet von Wein, Bier, Grappa und den ein oder anderen Liquor , (Gell Geri!!) so dass beim Erzählen kein Hals trocken blieb.

Satt und zufrieden spazierten wir zurück ins Hotel und dann passierte es!! Schande fiel über den MRT !!!!!! Unser Präsi entblöste seinen schneeweissen Hintern mitten auf der Hauptstrasse, um eine scheue, streng katholisch erzogene Italienerin zu überreden ihn per Anhalter mitzunehmen. Sie wurde so geblendet von diesem Vollmond, das sie wahrscheinlich dachte ein RSV Mille R käme ihr mit Volllicht entgegen!!


Die Nacht ging schnell vorüber und am Morgen standen alle frisch und munter am Z'morgä Tisch (Bahahahaha......!!) nicht wirklich ! Wie sich herausstellte, waren noch nicht alle in der Lage ein Motorrad zu lenken und dann regnete es auch noch! Fazit: "Walter hatte schon bequem platz genommen bei Köbi , Geri ging mit bleichem Gesicht zurück ins Zimmer um "Jöööörg" und "Uueeeeli" zu suchen und wir fuhren dann in Richtung Imola los".

Zu unserer Freude nach ca. 5 km hörte das eklige Nass von oben auf und verschwand für den Rest des Tages. Rechtzeitig um einen guten Platz in der Rivaza zu ergattern, erreichten wir Imola. Die vielen spannenden Situationen die sich vor unserer Nase abspielten werde ich euch nicht erzählen, denn Ihr habt sicher die Rennläufen zu Hause verfolgt, nur eines möchte ich erwähnen, der Unfall von Bayliss und Laconi verschlug uns echt die Sprache.



Zwischen den Läufen schlenderten wir durch die Souvenier-Ständen und kauften das Eine oder Andere. Den zweiten Lauf schauten wir von der Aqua-Minerale aus an. Diese Kurve wird nicht ganz so schnell gefahren wie die Rivaza, ist dafür spektakulärer für die Zuschauer wegen den Überholvorgängen. Der Tag ging zu Ende und wir MRT`ler kehrten müde, aber mit sehr viel Gesprächstoff zurück nach Cesena ins Hotel. Auf dem Weg schoss Walter mehrere Fotos die zu unserem erstaunen recht gut wurden. Wie am Vortag, Duschen und ab in unsere "Stammbeiz", das Essen war wieder phänomenal. Manche assen sogar 3 Vorspeisen !! und noch ein riesen Pizza !! Wein, Bier, Grappa und Liquor floss wieder in Strömen bei fast allen (Gell Geri!!!).


"The same procedure as last night", Schlummi und ins Bett, aber als wir nach oben gingen hörten wir keine Rufe, ich schloss daraus dass "Jööörg" und "Uueeeeli" gefunden wurden.


Nach dem Frühstück ging es wieder Richtung Norden. Es wurden zwei neuen Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Die Beiden R1'ler schafften die magische "300km/h" Grenze wohl bemerkt, nach etlichen Anläufen. Chiasso kam immer näher und wir zügelten unseren Fahrstil. An der Raststätte Bellinzona Süd verpflegten wir uns zum letzen mal alle zusammen, verabschiedeten uns und nahmen die letzte Etappe in Angriff. Gotthard Pass, Sattel, noch ein wenig Autobahn und schon waren wir Zuhause. Müde und zufrieden lies ich das Wochenende revue passieren.

Ich freue mich auf 2002 das vielleicht noch einen Superbike Besuch mit sich bringt?!


Craig R1
Grüsse

Craig R1