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Regula Biernath

Bärentreffen 3./4.September 2005

Die Schaffhauserinnen, der Innerschweizer und die Winterthurer treffen sich in Neuhausen im Geschäft von Felix Harzenmoser. Heidi braut Kaffee und stellt Gipfeli auf. Vielen Dank, ich bin ja schon 30 Min. unterwegs.

Gruppenweise wird die erste Strecke in Angriff genommen, der Jura könnte noch als Ziel in Frage kommen, es geht über Jestetten, nach Kaiserstuhl über den Siglisdorfer nach Regensberg zum ersten Posten.

Der nächste Routenzettel ist sehr lang, es geht über die Dörfer und Dörfchen nach Embrach, Nürensdorf, Illnau, Weisslingen, dann im Zick Zack bis auf die Hulftegg. Mein Kilometerzähler zeigt das Vierfache der normalen Strecke, ich habe Strässchen befahren und Weiler gesehen, deren Namen ich sicher nicht dem Tösstal zugeordnet hätte. Die Fragen scheinen lösbar, wir verschieben es auf die Mittagsrast. Es geht definitiv nicht in den Jura, im Appenzellerland liegt das nächste Ziel.

In Hemberg beruhigen wir unsern Magen, das Rest. Hörnli bezüglich Speisekarte und Preisliste, ein Geheimtip. Die dazugehörende Bäckerei habe ich schweren Herzens nicht betreten. Gestärkt geht es Richtung Schwägalp. Genau da könnte man schon etwas mehr Stoff geben, das Wetter ist herrlich, die Strassen trocken, doch die St. Galler Behörden nehmen bekanntlich, die Einnahmen der Touristen zu gerne entgegen, ohne uns, hoffentlich.

Meist fährt man über den Stoss wenn man ins Rheintal will, diesmal nicht, wir fahren den dritten Posten auf dem Ruppen (Pass) an. Mehr Sorgen als die Fragen bereitet die Sorge um Käthis Gabel, das Gabelöl will nicht in der Gabel bleiben, sorry du gute BMW, dann bleibst Du eben auf dem Ruppen bis am Sonntag. In Altstätten ginge es doch noch über den Stoss und nach diversen kleinen Orten, dafür wären für 77 km ca. 2 Stunden einzusetzen, danke das muss nicht mehr sein, wenn wir um 18 Uhr am Ziel sein wollen. Im "gestreckten" fahren wir die Luziensteig an, weitere Fragen erwarten uns. Eine politische Frage hat uns weiter begleitet und liess mich nicht in Ruhe, wir haben alle gefragt und eine liebe Seele hat uns geholfen, danke.

Luziensteig, Maienfeld, Landquart, Küblis unser Ziel. Spaghettis sind noch zu schätzen, angeblich gibt es immer wieder Teams mit gleichen Antworten. Das Hotel Chesa Barblan, Reto Barblan und sein Team verwöhnen uns mit einem feinen Abendessen, die Weinkarte mit feinen Bündnerweinen hat es mir angetan und die Biertrinker kommen ebenfalls auf ihre Rechnung.

Während dem Apéro bestaunen wir den reichen Gabentisch und freuen uns auf die Rangverkündigung. Köbi Epprecht hat kaum Zeit für einen Schwatz, es gilt fast 50 Zettel auszuwerten, Helen ist im Spital und steht nicht zu Verfügung, gute Besserung auf diesem Weg. Die Rangverkündigung hat mir für den Bericht noch etwas Sorgen bereitet. Markus hat mich mit dem Siegerbild gerettet: 1. Karin Stoll 2. Markus Rüeger und der 3. ist Patrick Keller. Bravo. Wir anderen folgen sofort und können uns auch noch einen schönen Preis auswählen. Danke schön all den Spendern. Der Abend verlief absolut unspektakulär, dafür waren alle beim Morgenessen anwesend!

Die Heimreise wird Grüppchenweise angetreten. Wir fahren über den Flüela nach Susch und sehen die verhehrenden Auswirkungen des Hochwassers. Kurz nach Martina, wieder ein komplett verwüstes Dorf, Landeck mit Umleitung, die Silvretta geschlossen und Lech am Arlberg, soweit oben am Berg, die Brücken einfach weg. Das Geröll überall. Mit Hochdruck wird aufgeräumt und geputzt.

Unfreiwillig sind wir zu Katastrophentouristen geworden und wer noch etwas Herbsferiengeld hat, soll doch in einem betroffenenen Dorf Halt machen. Diese Bevölkerung braucht Franken und Euro, es ist dies eine andere, jedoch sehr geschätzte Anteilnahme.

Wir sind müde und zufrieden nach Hause gekommen. Es war ein schönes Bärentreffen.

 

 
  Der Reisebericht....  

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