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| Das Bärentreffen 2000 aus der Sicht einer Sozia |
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Seit wir (Nadine und Tanja) 11 Jahre alt gewesen sind, versuchten wir unsere Väter zu überreden, uns ans Bärentreffen mitzunehmen. Doch wir wurden mit den Worten: "Wenn Ihr 14 seid!" getröstet. Natürlich haben wir das nicht vergessen und erinnerten dieses Jahr unsere Väter an ihr Versprechen. Endlich war es so weit! Am 2. September stiegen wir mit Vorfreude in die alten Lederkombis unserer Väter, wo wir staunten, wie dünn sie einmal gewesen sein mussten. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte und noch immer Wolken am Himmel hingen, waren wir nicht sicher ob das Wetter halten würde. In Schaffhausen trafen wir uns mit dem Rest. Als 7-ner Gruppe fuhren wir den ersten Posten an. Ich sage euch, es tut nicht gut, mit voller Blase über eine holprige Strasse zu fahren. Die ersten Fragen verpassten wir, da das Mineralwasser wieder raus wollte. Dann fuhren wir weiter in Richtung Sörenberg, wo der zweite Posten war.
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Dort im Restaurant assen wir zu Mittag und besprachen mit dem Wirt und der Hilfe des Internet-Anschlusses, in welcher Hand die Freiheitsstatue die Fackel hält. Obwohl wir bisher Glück gehabt hatten mit dem Wetter, sah es immer noch nicht sehr gut aus. Zuversichtlich fuhren wir weiter in Richtung Sustenpass, wo sich der 3. Posten befand.
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Etwa auf halber Höhe des Sustenpasses bemerkten wir das Zucken in den rechten Händen unserer Väter und aller anderen Fahrer, als uns einige junge, freche 125-er Fahrer überholten. Während wir mit eiskalten Händen die Fragen beantworteten, spürten wir einige kleine Tröpfchen, doch als wir weiterfuhren wurde die Strasse bald wieder trocken. Unten angekommen standen mit Sprüchen wie: "Diä hämmer aber schön abghänkt!" die 125-ler mit einem breiten Grinsen. Wir hatten unser Ziel erreicht, als wir im Hotel Tell in Meiringen ankamen. Während wir Mädchen uns verzogen um uns umzuziehen und etwas fern zu schauen, löschten andere ihren ersten Durst schon im Lederkombi. Dann, nach den ersten Unterhaltungen und nicht zu vergessen der Rangverkündigung, gab es endlich etwas zu essen.
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Den Rest können wir nur noch vom Hörensagen erzählen, da wir uns nach draussen an die frische Luft verzogen, wo wir in Ruhe unsere "Frauengespräche" führen konnten. Zum Beispiel hörten wir von einem
MRT'ler, dass er tatsächlich den ganzen Abend in den Töffstiefeln verbrachte. Warum wohl? Genau, er ist eben nicht mehr der Jüngste und hat seine Schuhe zu Hause vergessen.
Oder auch die Feuerspuckaktion von Manf, mit dem Spray von Vogi kam uns zu Ohren (Mal ehrlich, ist Manf nicht ein riesen Bluffer?)
Zu später Stunde hat dann auch noch ein selbsternannter Feuerwehrkommandant gemeint, er müsse den Ernstfall üben. Er nahm den Schlauch und versuchte mit Beihilfe den Gang unter Wasser zu setzen. Leider ging diese Übung etwas "in die Hosen", weil da auch schon die Wirtin in ihrem tollen Pyjama fauchend und zähneknirschend in der Türe stand. "Ja nu, dumm gange, denn gömmer halt is Bett." war der einzige Kommentar.
Als ich am nächsten Morgen, meiner Meinung nach viel zu früh, geweckt wurde, sah ich aus dem Fenster und Sch..... , es war voll besch.... Wetter. Gleich nach dem Frühstück wurde noch das Gruppenfoto gemacht.
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Kaum abgedrückt, liefen auch schon die Motoren, und alle machten sich trotz schlechtem Wetter auf den Heimweg. Wir folgten unserem Instinkt und tranken noch mal in aller Ruhe einen Kaffee. Bei fast trockener Strasse fuhren wir stressfrei nach Hause.
"Mir hat das Bärentreffen sehr gut gefallen, und ich hoffe sehr, dass mich mein Vater das nächste Jahr auch wieder mitnimmt."
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| Bikergrüsse von Tanja Schatzl |